Bestände

Handschriftliches und Gedrucktes

Initiale aus dem Zweiten Geschworenen Brief von 1373

Das Staatsarchiv Zürich bewahrt überwiegend Unikate, zu grossen Teilen handschriftliche Dokumente. Druckschriftensammlung und Archivbibliothek umfassen publizierte Bestände, die naturgemäss auch an anderen Orten zu finden sind.

Über tausend Jahre Zürcher Geschichte

Mit dem Staatssiegel versehene Seite aus der Regenerationsverfassung von 1831

Die Archivbestände des Staatsarchivs reichen mehr als 1100 Jahre zurück und sind weit über den Kanton hinaus bedeutend. Zürich war unter anderem Königspfalz, Reichsstadt, eidgenössischer Vorort und ein Zentrum der Reformation. Dies hat seinen Niederschlag in den Beständen des Archivs gefunden. Bemerkenswert ist die Kontinuität der Zürcher Überlieferung, die sie dem Ausbleiben grösserer Katastrophen und Kriege verdankt. Beispielsweise reicht die zentrale Reihe der Regierungsprotokolle, die man als Rückgrat der Zürcher Überlieferung bezeichnen kann, mit wenigen Lücken bis ins späte 15. Jahrhundert zurück.

Stetiges Wachstum

Bild des Nordportals des Gubristtunnels im Bau

Die neueren Bestände des Kantons Zürich (seit 1798/1803 bzw. seit 1831) bilden mengenmässig den Schwerpunkt der Überlieferung im Staatsarchiv. Und natürlich wächst ein öffentliches Archiv weiter, solange der entsprechende Rechtsstaat besteht und Akten produziert. Pro Jahr übernimmt das Staatsarchiv heute rund 800 Laufmeter Akten. Der Zuwachs besteht hauptsächlich aus Ablieferungen der kantonalen Behörden (Kantonsrat, Regierungsrat mit Zentral- und Bezirksverwaltung, Notariate, kantonale Anstalten, Gerichte). Ergänzend kann das Staatsarchiv auch private Unterlagen zur Geschichte des Kantons Zürich übernehmen, sofern sie die staatlichen Unterlagen sinnvoll ergänzen (Nachlässe, Firmenarchive, Einzeldokumente). Aktuell befinden sich rund 30 Laufkilometer Akten im Staatsarchiv Zürich. Dazu kommen einige Terabytes elektronische Akten.