Betrieb

Besucherzahlen

Bild des früheren Lesesaals ab 1982
Der Lesesaal des Staatsarchivs von 1982 bis 2005

Die 1873 einsetzende und ab 1886 lückenlose Statistik der Besucherzahlen (bzw. exakter: Besuchertage) des Staatsarchivs zeigt bis in die 1930er-Jahre kontinuierlich ansteigende Zahlen, von 120 im Jahr 1873 bzw. 605 im Jahr 1883 bis 10’700 im Jahr 1935. 1897 wurden erstmals mehr als 1'000 Besuchertage gezählt, 1903 erstmals mehr als 2'000, 1915 erstmals mehr als 4'000 und 1926 erstmals mehr als 8'000. Danach schwankten die Zahlen bis heute zwischen der genannten Höchstmarke von 1935 und dem Tiefststand von 5571 Besuchertagen im Jahr 1961 (das Jahr 1994 mit 12’072 Besuchertagen infolge Teilschliessung der Zentralbibliothek ausgeklammert).

Besucherinteressen

Die Benützung des Archivs stand „gegen [Vorlage eines] Personalausweis[es]“ (1911) jedem offen, unter Vorbehalt der Schutzfristen, von denen ansatzweise erstmals 1932 und dann detaillierter in der Benutzungsordnung von 1942 die Rede ist. 1932 wird die Zusammensetzung der Besucherschaft mit „Gelehrte, Studenten, Private besonders für genealogische Forschungen, Beamte der Kantonsverwaltung“ umschrieben; 1938 wird sie mit 42 % Professoren und Studenten, 24 % Historiker, Lehrer, Pfarrer, 12 % Familienforscher, 12 % verschiedene Berufe, 6 % Rechtsanwälte und 4 % kantonale Beamte näher aufgeschlüsselt. Gemäss der Benutzungsordnung von 1942 hatten im Konfliktfall „streng wissenschaftliche Forschungen“ Vorrang vor Arbeiten für Prüfungszwecke, für Familiengeschichten oder für die Tagespolitik. Auch wurde spätestens damals eine Besucherkartei geführt. Die Öffnungszeiten waren 1897, 1911 und noch 1932 auf 8–12 und 14–18 Uhr (Montag bis Freitag) festgesetzt, 1897 und 1911 noch mit der Einschränkung „im Winter bis zur Dunkelheit“, weil im ganzen Archiv nur mit natürlichem Tageslicht gearbeitet werden durfte. Später wurde die mittägliche Schliessung auf eine Stunde verkürzt und schliesslich ganz aufgehoben, dafür blieb (und bleibt) das Archiv am Montag geschlossen; die Öffnungszeit am Samstag wurde im Laufe der Zeit sehr unterschiedlich gehandhabt.

Technische Ausrüstung

In technischer Hinsicht konnte das Staatsarchiv 1907 den ersten Fotoapparat und 1910 die erste Schreibmaschine anschaffen (eine solche besass die Kantonsbibliothek bereits seit 1897) sowie 1913 erstmals die drei Büroräume elektrisch beleuchten. Eine zweite Schreibmaschine folgte erst 1934.