Editionsprojekte

Elektronische Edition der Zürcher Gesetzessammlung seit 1803 (Projekt eOSZH)

Offizielle Gesetzessammlung des Kantons Zürich, erster Band

Die "Offizielle Sammlung der Gesetze, Beschlüsse und Verordnungen des Eidgenössischen Standes Zürich" ist die Publikationsreihe für das kantonale Recht. Sämtliche Erlasse und rechtsetzenden Vereinbarungen sowie deren Inkraftsetzung, Änderung oder Aufhebung werden darin in chronologischer Reihenfolge veröffentlicht.

Die erste Offizielle Gesetzessammlung wurde in der Mediationszeit 1803 begonnen (heute als OS AF für "Alte Folge" bezeichnet). Nach sechs Bänden stellte man diese Reihe zu Beginn der Restauration 1814 ein; an ihre Stelle trat mit der neuen Kantonsverfassung vom 11. Juni 1814 eine "Neue Folge" (OS NF), deren Erlasse sich in den folgenden vier Bänden wieder stärker an den rechtlichen Zuständen des Ancien Régime orientierten. Diese Reihe wurde ihrerseits mit der liberalen Kantonsverfassung vom 10. März 1831 von der bis heute fortgeführten "Offiziellen Sammlung" abgelöst (zitiert als OS). Mit der Herausgabe der systematisch geordneten Gesetzessammlung 1981 erhielten sämtliche noch gültigen Erlasse eine Ordnungsnummer. Diese bestimmt die systematische Positionierung innerhalb der seit 1993 ständig aktualisierten Loseblattsammlung (LS). Seit 1999 publiziert die Staatskanzlei die LS und die OS auch online auf ZH-Lex; das aktuell gültige Recht findet man dort.

Die älteren Erlasse von 1803 bis 1998 wurden 2015/2016 im Rahmen eines gemeinsamen Projekts von Staatskanzlei und Staatsarchiv digitalisiert. Sie stehen als kontrollierter Volltext über eine thematische Suche zur Verfügung.

In die Suche integriert sind die seit 1999 auf ZH-Lex publizierten Erlasse, einschliesslich die aktuell geltende Fassung. Der Zugang zur gesamten Zürcher Gesetzessammlung wird dadurch erheblich erleichtert; an die Stelle der gedruckten Register treten die Möglichkeiten von Feld- und Volltextsuche.

Finanziert wurde das auf anderthalb Jahre angelegte Projekt aus Mitteln des Lotteriefonds (Regierungsratsbeschluss 2014/0483 vom 16. April 2014). Unter der Leitung von Dr. Rainer Hugener haben zwei studentische Mitarbeitende, Jasmin Siemon (jsn) und Severin Frohofer (sef), die gescannten Texte kontrolliert und für die Publikation aufbereitet. Die 66 bearbeiteten Bände umfassen insgesamt knapp 10 000 Erlasse auf über 40 000 Buchseiten mit rund 60 Millionen Zeichen.