Editionsprojekte

Elektronische Edition der Offiziellen Gesetzessammlung (Projekt eOSZH)

Offizielle Gesetzessammlung des Kantons Zürich

In der «Offiziellen Sammlung der Gesetze, Beschlüsse und Verordnungen des Eidgenössischen Standes Zürich» (OS) wurde und wird das kantonale Recht in chronologischer Reihenfolge nach Erlassdatum publiziert. Die Sammlung beginnt mit der Mediationsakte, mit der Napoleon die untereinander zerstrittenen Eidgenössischen Orte 1803 zu einigen versuchte. In diesem Zusammenhang erhielt auch der Kanton Zürich eine eigene Verfassung. Daran anschliessend wurden in loser Folge alle weiteren Erlasse des Grossen und Kleinen Rats zur allgemeinen Kenntnisnahme veröffentlicht. Mit dem Beginn der Restauration wurde diese erste Gesetzessammlung (heute als OS AF für «Alte Folge» bezeichnet) 1814 nach sechs Bänden eingestellt und durch eine neue Reihe (heute als OS NF für «Neue Folge» bezeichnet) ersetzt, die sich in den folgenden vier Bänden wieder stärker an älteren Zuständen orientierte. Schliesslich gab sich der Kanton Zürich in der Regenerationszeit 1831 eine liberale Verfassung. Mit ihrer Publikation wurde zugleich eine neue Reihe begründet, die bis heute fortgeführt wird (zitiert als OS).

Die gedruckt vorliegende Sammlung umfasst somit sämtliche Verfassungen, Gesetze, Verordnungen, Beschlüsse und Verträge, die für den Kanton Zürich und seine Institutionen seit 1803 erlassen, geändert oder aufgehoben worden sind. Infolge der chronologischen Publikation waren diese Rechtstexte bislang allerdings nur mit einigen Vorkenntnissen zu finden.

In Kooperation mit der Staatskanzlei macht das Staatsarchiv mit der OS eine weitere zentrale Quellenserie über den Archivkatalog online im Volltext zugänglich, um damit den Informationsbedürfnissen des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden. Finanziert wird das auf anderthalb Jahre angelegte Projekt aus Mitteln des Lotteriefonds des Kantons Zürich (Regierungsratsbeschluss vom 16. April 2014/483).